Gesellschaften
 

Welches sind die Ziele des No-Trouble-Trainings?

  • Die jungen Menschen sollen sich in erster Linie mit den Ursachen und Folgen ihres gewalttätigen Verhaltens auseinandersetzen.
  • Unrealistische Selbstbilder sollen aufgelöst, das eigene Gewaltverhalten als Ausdruck eigener Schwäche bewußt gemacht und dabei realistische Selbstbilder aufgebaut werden.
  • Der Umgang mit Konflikten, Gefühlen und Frustrationen soll mit neuen, angemessenen Handlungs- und Problemlösungsstrategien erprobt und trainiert werden, um gewalttätiges Verhalten zu modifizieren beziehungsweise aufzugeben.
  • Es soll die Einsicht in eigenes Fehlverhalten und Empathie für die Opfer auch über die Stärkung des eigenen Selbstwertes gefördert werden.
  • Sozialisationsdefizite und der Umgang mit eigenen und fremden Grenzen werden individuell hinterfragt und bearbeitet, dabei ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen problematischen Verhalten und eine zukünftige positive Verhaltensänderung Hauptziel der Maßnahme.

Was sind die Arbeitsweisen und Methoden des No-Trouble-Trainings?

Das No-Trouble-Training basiert auf dem ganzheitlichen KIDO-Konzept, welches modernste Methoden und Medien der sozialpädagogischen Gruppenarbeit und Elemente eines auf Erleben und Selbsterfahrung aufbauenden Kampfkunstkonzepts, sowie erlebnispädagogische Maßnahmen miteinander verbindet.

Die 5 Grundideen dieser Arbeit sind:

  • das ganzheitliche Lernen über Körper und Geist
  • das soziale und gruppendynamische Lernen
  • das handlungs- und erlebnisorientierte Lernen
  • das spielerische Lernen
  • das Lernen am Modell

Mit Hilfe von Videoarbeit, Rollenspielen, spielpädagogischen Aufgaben, Einzel - und Gruppengesprächen, konfrontativen Elementen, kreativ-gefühlsbetonten Prozessen und theoretischen Inputs durch den Trainer und die Trainerin werden einzelne Themen, wie beispielsweise die eigene Opfererfahrung, Gründe für persönliches aggressives Verhalten aufbereitet und bearbeitet.

Im Anschluß an die themenbezogenen Einheiten findet ein modifiziertes Kampfkunsttraining statt, welches vor allem Meditations-, Konzentrations- und Entspannungstechniken lehrt. Von Bedeutung sind hierbei:

  • das Erlernen von Selbstdisziplin
  • verschiedene Methoden des Aggressionsabbaus
  • das Finden innerer Ruhe
  • das Bewußtwerden von Körperlichkeit, Gefühlen, Gedanken und deren Kontrolle
  • Übungen mit dem Partner um Respekt, Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen zu schulen
 
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